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Posts Tagged ‘Sturmzeit-Trilogie’

[ Ich lese gerade ] Charlotte Link: Die Stunde der Erben

Klappentext:

Die junge Alexandra Marty hat viel von ihrer Großmutter Felicia Lavergne geerbt, vor allem deren unbändigen Freiheitsdrang und Überlebenswillen. Aufgewachsen in den Jahren politischer Unruhen und Veränderungen, ist Alexandra ein Kind unserer Zeit: kühl und zärtlich, eigenwillig und anschmiegsam, träumerisch und realistisch. Als sie gegen ihren Willen das große Erbe Felicias antreten muss, setzt sie alles auf eine Karte – und verliert. Ein Zurück in die behütete Idylle der Jugend kann es jedoch nicht mehr geben. Mutig wagt Alexandra einen neuen Anfang…

Erster Satz:

Das Kind wurde auf den Namen Alexandra Sophie getauft, in einer besonders schönen und würdigen Zeremonie, die es gänzlich verschlief.

Ich wünsche mir jetzt bitte einen Trmmelwirbel oder eine Fanfare!!! Dies ist das letzte Buch meiner Bücherserien-Challenge, bzw. das letzte Buch was ich beginne, denn mit Bartimäus bin ich ja noch nicht durch. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich Anfang des Monats nicht dachte, dass ich es noch schaffen könnte. Dafür bin ich jetzt umso zuversichtlicher!!!

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[ Rezension ] Charlotte Link: Wilde Lupinen

Dezember 21, 2009 1 Kommentar

Das Buch fand den Weg zu mir…

Nachdem mir der erste Band recht gut gefallen hat habe ich mir die Folgebände für kleines Geld beim Amazon Marketplace bestellt. Da dies meine erste Bestellung dort war, wusste ich nicht ob es gut geht, aber ich kann über das Preis Leistungsverhältnis keineswegs klagen.

Klappentext:

Deutschland 1938. Alle Zeichen stehen auf Sturm, doch Politik kümmert die junge Belle Lombard wenig. Ihre ehrgeizigen Pläne gelten einzig den Filmstudios in Berlin und dem vermeintlichen Mann ihrer Träume. Ihre Mutter Felicia verteidigt indessen als erfolgreiche Unternehmerin rücksichtslos ihre Interessen, sogar gegen die eigenen Gefühle. Doch das Chaos macht auch vor der weitverzweigten Familie der beiden Frauen nicht halt…

Meine Meinung:

Mit „Wilde Lupinen“ liegt uns der zweite Band der beliebten Sturmzeit-Trilogie vor. Deutschland befindet sich in Habachtstellung. Der Zweite Weltkrieg steht kurz bevor und die Nazis regieren das Land. Unter ihnen Belle Marty, die ihren Träumen als Schauspielerin berühmt zu werden hinterherläuft und ihren frisch angetrauten Mann nach Strich und Faden betrügt. In München, ihre Mutter Felicia Lombard, Protagonistin aus „Sturmzeit“. Ihr Geschäftspartner überschreibt ihr seine Anteile an der Firma und sie ist endlich wieder ihren Träumen nah. Die Firma in München ist in ihren Händen und genauso wird es auch mit dem alten ostpreußischen Familiensitz – Lulinn – sein. Doch die Zeiten stehen auf Sturm und als die erste Bombe fällt wissen alle, dass eine harte Zeit anbricht.

„Wilde Lupinen“ führt den Leser wieder zurück zu Felicia und ihrer in ganz Europa verstreuten Familie. Wir lernten sie schon in „Sturmzeit“ als eine starke Frau kennen, die sicherlich das ein oder andere Mal über Leichen geht und kaum Skrupel kennt. Eine Protagonistin die sicher nicht jedem schmeckt, aber trotz ihrer teilweise doch sehr stark ausgeprägten emotionalen Kälte berührt und die man aufgrund ihrer Stärke und ihres Familiensinns bewundern muss.

Der zweite große Handlungsstrang beschäftigt sich mit Felicias Tochter Belle, die jung geheiratet hat und sich bald nach der Hochzeit einen Liebhaber nimmt. Belle träumt den Traum einer großen Schauspielkarriere doch der große Durchbruch will ihr nicht gelingen. In Kriegszeiten interessiert sich keiner für die verträumte, schöne Belle und ihr Ehemann versinkt immer tiefer in seine Reden gegen das Regime.

Beide Protagonistinnen haben die berühmten Ecken und Kanten. Sie sind keine reizenden, naiven Liebchen sondern starke, emanzipierte Frauen, von denen so manch ein Mann noch etwas lernen kann. Daneben stehen all die anderen Personen, die man schon aus dem Vorgängerband kennt und bei der jede ihren eigenen kleinen Rahmen bekommt. Diese stehen teilweise im Gegensatz zur Stärke von Felicia und Belle und manch einer erscheint dadurch sehr verweichlicht und schwach, was in Anbetracht der Kriegssituation in Deutschland verständlich sein mag.

Das Buch beschreibt die Familiengeschichte sehr genau und schonungslos, bettet geschichtliche Daten und Fakten so ein, dass man immer weiß in welchem Zeitraum man sich gerade befindet und was gerade wichtig ist, ohne dass es zu stark in den Vordergrund tritt. Charlotte Link nimmt kein Blatt vor den Mund, was die Judenverfolgung mit Massenerschießungen und Konzentrationslagern angeht. Ihre Figuren sind keine goldenen Helden, sondern arbeiten für die Nazis und Handeln im Versteckten gegen das Regime, um sich einen Vorteil für die Nachkriegszeit zu sichern. Niemand ist selbstlos und das ist es, was die Figuren so authentisch wirken lässt.

Mit „Wilde Lupinen“ ist der Autorin eine spannende Fortsetzung gelungen, die man als Leser kaum aus der Hand legen möchte. Man kann sich in die Geschichte einfühlen und erwartet mit Spannung was mit der alten, großen Familie noch geschehen wird und hofft, dass sich alles zum Guten wendet.

Bewertung: