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[ Rezension ] Volker Klüpfel/Michael Kobr: Erntedank. Kluftingers zweiter Fall

November 8, 2009 1 Kommentar

Das Buch fand den Weg zu mir…

Ein Geschenkgutschein für buch.de und schon war Erntedank mein.

Klappentext:

Der Allgäuer Kriminalkommissar Kluftinger traut seinen Augen nicht: Auf der Brust eines ermordeten Mannes liegt, sorgfältig drapiert, eine tote Krähe. Im Lauf der Ermittlungen taucht der Kommissar immer tiefer in die mystische Vergangenheit des Allgäus ein, und es beginnt ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel…Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle und deckt Abgründe auf.

Meine Meinung:

Als das Ehepaar Kluftinger von einer Shoppingtour zurück kehrt erwartet sie ein Wasserrohrbruch im Bad. Alles steht unter Wasser und Erika quartiert sie gleich bei ihren Freunden den Langhammers ein. Kluftinger gefällt dies natürlich weniger gut, wo er doch eine Aversion gegen den besserwisserischen Doktor hat, doch ein ungewöhnlicher Mordfall lenkt seine Aufmerksamkeit auf sich. Ein Mann wurde tot aufgefunden, die Kehle durchgeschnitten und mit einer toten Krähe auf der Brust. Kluftinger ermittelt doch plötzlich findet sich eine weitere Leiche, die auf ähnliche Art ermordet wurde. Die Kommissare suchen die Zusammenhänge und tauchen plötzlich ein in die Sagenwelt des Allgäus…

Auch mit „Erntedank“ legt uns das Autorenduo Klüpfel/Kobr wieder einen großartigen Kriminalroman vor. Die Geschichte ist spannend und gut durchdacht. Gerade die Idee des Mörders Hinweise auf örtliche Sagen zu geben hat mich fasziniert. Sagen und Mythen haben mich schon immer fasziniert und passen wunderbar in die Kulisse des Allgäus und geben der Handlung einen düsteren und leicht gruseligen Unterton.

Besonders gut gefallen hat mir. Dass die Autoren in diesem Band eine Kapitelunterteilung vorgenommen haben. Bei „Milchgeld“ habe ich immer lange nach einer guten Stelle zum Aufhören gesucht. Hier wurde es mir leichter gemacht, denn in gewissen Abständen wurde immer ein kleiner Schnitt gemacht und eine Strophe des Gedichts „Erntelied“ von Clemens Brentano eingefügt. Komplett findet man es dann noch einmal am Ende des Buches.

Auch gelacht habe ich wieder viel. Ich freue mich immer diebisch wenn der Doktor auf den Plan tritt. Der Spieleabend mit Trivial Pursuit oder der Besuch im Erlebnisbad haben mich sehr erheitert und ich musste oft laut lachen, was ich selten bei einem Buch habe. Ich wünsche mir, dass Langhammers immer einen kleinen Platz in den Büchern finden, denn diese Episoden sind immer eine gelungene Abwechslung.

Letztendlich ist „Erntedank“ wieder ein sehr spannender Krimi mit Schmunzelpotential und einem so liebenswerten Kommissar, dass man einfach noch mehr lesen möchte. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den nächsten Teil.

Bewertung:

sternsternsternsternstern

Kategorien:Krimi/Thriller Schlagwörter: , ,

Volker Klüpfl/Michael Kobr: Milchgeld. Kluftingers erster Fall

Das Buch fand den Weg zu mir…

Kluftinger wurde mir schon vor einiger Zeit empfohlen, aber irgendwie bin ich nie dazu gekommen mir ein Buch dieser Reihe zu kaufen. Nun hatte ich noch einen Bol Gutschein und da hatte ich noch ein wenig Geld übrig.

Klappentext:

Ein Mord in Kommissar Kluftingers beschaulichem Allgäuer Heimatort Altusried – jäh verdirbt diese Nachricht sein gemütliches Kässpatzen-Essen: Ein Lebensmittel-Chemiker des örtlichen Milchwerks ist stranguliert worden. Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle – und entdeckt einen scheinbar vergessenen Verrat, dunkle Machenschaften und einen handfesten Skandal.

Meine Meinung:

„Klufti“ ist ein wirklich liebenswerter Mittfünfziger und Kommissar einer Gemeinde im schönen Allgäu. Eigentlich will er gerade mit seiner Trommel zur geliebten Musikprobe, doch sein Kässpatzen-Essen wird von einem Mord unterbrochen. Und das in seinem idyllischen Ort, wo sich Hase und Fuchs ‚Gute Nacht‘ sagen. Der Kommissar sieht sich vor dem größten Fall seiner Karriere und ermittelt auf seine ganz eigene Art. Ziemlich schnell findet sich ein Mordverdächtiger, doch als eine weitere Leiche auftaucht steht er plötzlich vor einem Rätsel, dessen Lösung den Leser sicher überraschen wird.

Ich mag Krimis. Und vor allem mag ich Krimis mit einem interessanten Kommissar, in dem es sich nicht nur um die entsprechende Tat dreht, sondern auch um die Eigenarten des Ermittlers selbst. In Milchgeld lernt man einen grantelnden Kommissar kennen, der einen weichen Kern hat, diesen aber nicht gern zeigt. Wer will schon, dass seine Frau dem verhassten Dr. Langhammer seinen Kosenamen verrät. Nicht wahr Butzele? Die Figur ist einfach sehr sympathisch und auf ihre eigene Art so witzig, dass ich ein ums andere mal laut lachen musste.  Er ist ein Mann der Tat und auch ein wenig sensibel, aber genau diese Mischung macht ihn zu einem guten Kommissar, dem es schließlich gelingt dem Mörder auf die Schliche zu kommen.  Der Roman lebt durch Kluftinger und Kluftinger lebt durch den Roman. Mir kam alles sehr echt vor und da ich auch das Allgäu rund um Kempten recht gut kenne, konnte ich mir die Landschaft auch so schön vorstellen. Auch die Nebenfiguren sind klasse. Es gibt den guten Kumpel und den etwas trotteligen nervigen Kollegen, eine Frau mit der er sich nicht immer verträgt und einen Vorgesetzten der sich hinterher mit fremden Federn schmückt.

Der Fall an sich ist spannend und wirklich undurchsichtig. Ich war immer auf der falschen Fährte und wurde am Ende komplett überrascht. Das ist es, was ich an Krimis mag und so muss es auch sein. Dem Autorenteam gelingt es wirklich den Fall logisch aufzubauen und das Tatmotiv und die Tat selbst logisch aufzuklären.

Kommissar Kluftinger ist einfach ein Typ und ich habe jetzt unheimliche Lust auf Kässpatzen.

Bewertung:

sternsternsternsternstern

Kategorien:Krimi/Thriller

[ Ich lese gerade ] Volker Klüpfel/Michael Kobr: Milchgeld

Oktober 6, 2009 1 Kommentar

1. Satz

Kreuzkruzifix!

Fängt ja schon gut an :-D. Ich habe mir letzte Woche einen Klufti gegönnt. Ich wollte die Krimis schon so lange einmal lesen und habe es nun endlich geschafft und ich freu mich!!!

Donna Leon: Endstation Venedig.Commissario Brunettis zweiter Fall

August 22, 2009 1 Kommentar

Das Buch fand den Weg zu mir…

Mein Freund hat mir neulich aus der Bücherei in der Nordweststadt ein paar Bücher mitgebracht und da durfte der zweite Fall von Dottore Brunetti nicht fehlen.

Klappentext:

Die aufgedunsene Leiche eines jungen Mannes schwimmt in einem stinkenden Kanal in Venedig. Und zum Himmel stinken auch die Machenschaften, die sich hinter diesem Tod verbergen: Mafia, amerikanisches Militär und der italienische Machtapparat sind gleichermaßen verwickelt. – Eine harte Nuß für Commissario Brunetti, der sich nicht unterkriegen lässt: Venedig durchstreifend und seine Connections nutzend, ermittelt er ebenso sympathisch wie unkonventionell.

Meine Meinung:

Im zweiten Fall des sympathischen Commissario Brunetti geht es mal wieder um Mord und Todschlag. Nachdem ein junger amerikanischer Mann tot im Kanal gefunden wird, gerät Brunetti immer mehr zwischen die Fronten. Er legt sich mit Mächten an die gefährlich sind für ihn, seine Kollegen und auch für seine Familie. Doch er bleibt dran und lässt sich durch nichts und niemanden aufhalten, um das Geheimnis um den Toten zu lösen.

Dieser Brunetti hat mir auf jeden Fall besser gefallen, als sein Vorgänger. Es hat zwar auch wieder recht lang gedauert bis das ganze in Fahrt kam, aber als es dann soweit war konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Hinter dem Mord steckt so viel mehr und man gewinnt einen guten Einblick in die Verfahrensweisen der Mächte.  Es gibt viele verschiedene Verbindungen, die man schlussendlich erst zum Schluss erkennt, was aber auch zum nachfolgenden Kritikpunkt führt.

Was mir nicht so gut gefällt ist, dass ich das Gefühl habe, dass Ende nicht ganz verstanden zu haben. Irgendwie hat sich mir die Lösung des Falls nicht ganz erschlossen und die Verbindungen zwischen den einzelnen Beiteiligte werden teilweise nur angedeutet, woraus ich schließe, dass die Autorin sich da noch Material für weitere Fälle offen gelassen hat.

Ich werde auf jeden Fall weiterhin ein Fan von Brunetti bleiben und freue mich schon auf den nächten Teil.

Bewertung:

sternsternsternstern

Kategorien:Krimi/Thriller Schlagwörter: , , , ,

Simon Beckett: Obsession

Juli 23, 2009 1 Kommentar

Das Buch fand den Weg zu mir…

…bei einem meiner Besuche bei Thalia im Nordwestzentrum. Da mein Freund die anderen Beckett Bücher gelesen hatte und begeistert war, hatte ich mir sehr viel von diesem Buch versprochen. Ich habe es nun im Zusammenhang mit einer Mini-Leserunde im Büchertreff gelesen.

Klappentext:

Als seine Frau unvermutet stirbt, ist Ben am Boden zerstört. Allein Jacob, Sarahs autistischer Sohn, spendet ihm Trost. Doch während Ben die gemeinsame Wohnung aufräumt, macht er eine ungeheuerliche Entdeckung: Jacob war gar nicht Sarahs leibliches Kind. Offenbar hatte sie den Jungen entführt, als der noch ein Baby war. Fassungslos informiert Ben die Behörden, die Jacobs leiblichen Vater schnell ermittlen. Keiner ahnt, dass damit eine Lawine tödlicher Obsessionen ins Rollen gebracht wird.

Meine Meinung:

Ich habe es endlich geschafft. Ich bin durch und gleich vorweg: Auch wenn es so schön vorne drauf steht, dieses Buch ist definitiv kein Thriller. Für mich hat der Begriff Thriller etwas mit Spannung zu tun. Spannung, die einen das Buch nur schwer zur Seite legen lässt und man immer wissen will wie es denn nun weiter geht. Wer also eine spannende Story vermutet, sollte sich lieber das Geld sparen.

Die Idee finde ich an sich nicht schlecht, nur leider war sie nach ca. 5 Kapiteln schon ausgereizt. Man wusste wer der Vater von Jacob ist (den übrigens nicht wie im Klappentext die Behörden ausfindig gemacht haben, sondern ein Detektiv) und dann wirds langweilig. Es kommt ein ellenlanger Mittelteil, der einen letztendlich einfach nur noch nervt und auch wenn die Story am Ende noch mal etwas an Fahrt gewinnt, so richtig spannend wird es nicht. Die Figuren werden auch sehr oberflächich gezeichnet und ich konnte mich leider überhaupt nicht mit Ben anfreunden, geschweige denn mich irgendwie in ihn hineinversetzen. Auch alle Nebenfiguren hatten irgendwie weder Hand noch Fuß. Da wurden Dinge eingeschoben, die mit der Handlung überhaupt nichts zu tun haben und manchmal hatte ich das Gefühl Herr Beckett will nur die Seiten vollbekommen.

Im Übrigen habe ich den Sinn und Zweck dieses Buches nicht verstanden. Man weiß nicht welches Pferd Jacobs leiblichen Vater Cole geritten hat und wieso Jacob jetzt unbedingt autistisch sein musste. Einzig ein Satz am Ende des Buches schien mir irgendwie damit zusammenzuhängen. Ich denke nicht, dass dies ein Spoiler ist, da man es nicht begreift, wenn man das Buch nicht gelesen hat, somit denke ich, dass ich es gut zitieren kann:

„Du siehst alles als ein System. Ich versuche, eins zu erkennen, und du versuchst, aus einem rauszukommen.“

S. 406

Da ich von vielen gehört habe, dass die David Hunter Reihe besser sein soll, werde ich mich wohl nochmal an ein Buch von Simon Beckett heranwagen, da dies nun eines seiner ersten Werke war und ich ihn deshalb nicht verurteilen möchte.

Bewertung:

sternsternsterna

(Den halben Stern gibts nur, weil ich Black Dagger noch schlimmer fand und Beckett nicht auf eine Stufe damit stellen wollte.)
Kategorien:Krimi/Thriller

Sebastian Fitzek: Splitter

Juli 10, 2009 3 Kommentare

splitter Das Buch fand den Weg zu mir…

… da ich meinen Freund mit Seelenbrecher auf den Fitzek-Trichter gebracht habe, hat er sich das Buch von einem Gutschein gegönnt und nachdem er es gelesen hatte konnte ich es mir nun natürlich unter den Nagel reißen.

Klappentext:

Was wäre, wenn wir die schlimmsten Ereignisse unseres Lebens für immer aus dem Gedächtnis löschen könnten? Und was, wenn etwas dabei schiefginge?

Meine Meinung:

Ich liebe Sebastian Fitzek. Und ich darf seine Bücher nicht lesen, wenn ich am nächsten Tag arbeiten muss. Ich kann einfach nicht aufhören zu lesen bis ich weiß wie das ganze ausgeht. Auch bei Splitter konnte ich einfach nicht aufhören. Fitzek schreibt so spannend, beklemmend und mysteriös. Man weiß nie wie das Ganze schließlich ausgeht (wobei ich mit dem Ende dieses Buches nicht einverstanden bin, da es doch ein wenig weit hergeholt war) und ich komme nie drauf, was eigentlich los ist. Die „Bösewichte“ hier hatte ich ziemlich schnell raus, aber wieso, weshalb und warum, dass ist es was ich brennend erfahren musste. Genau wie im Seelenbrecher hat Herr Fitzek auch hier wieder etwas „versteckt“ was einem beim austesten einen kalten Schauer über den Rücken jagt. Zumindest, wenn man wie ich nachts um 12 allein in der Wohnung ist.

Die Idee hinter diesem Thriller, das bewusste Herbeiführen einer Amnesie durch Medikamente, ist klasse, aber auch beängstigend. Wenn ich mir vorstelle, dass ich eine Tablette nehme und dann bestimmte Dinge in meinem Leben einfach für mich ausradiert sind…Nee, dass wäre nichts für mich. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf den nächsten Fitzek, aber ich habe ja auch noch nicht alle gelesen.

Bewertung:

sternsternsternsternstern

Donna Leon: Venezianisches Finale. Commissario Brunettis erster Fall

Juli 10, 2009 2 Kommentare

Commisario 1Das Buch fand den Weg zu mir…

…auch hier wieder ein Büchereibuch, diesmal aber gezielt gesucht, da Donna Leon auch auf meiner Liste der „Autoren die ich noch für mich testen möchte“ steht.

Klappentext:

Skandal in Venedigs Opernhaus „La Fenice“: In der Pause vor dem letzten Akt der „Traviata“ wird der deutsche Stardirigent Helmut Wallauer tot aufgefunden. In seiner Garderobe reicht es unverkennbar nach Bittermandel – Zyankali. Ein großer Verlust für die Musikwelt und ein heikler Fall für Commissario Guido Brunetto. Dessen Ermittlungen bringen Dinge an den Tag, wonach einige Leute allen Grund gehabt hätten, den Maestro unter die Erde zu bringen. Der Commissario entdeckt nach und nach einen wahren Teufelskreis aus Ressentiments, Verworfenheit und Rache.

Mit ihrem ersten Kriminalroman zeichnet Donna Leon ein intimes Portrait Venedigs und stellt mit Guido Brunetti einen absolut unwiderstehlichen Detektiv vor.

Meine Meinung:

Erstens: Ich wusste gar nicht, dass Frau Leon Amerikanerin ist. Ich war überzeugt, dass sie Italienerin ist. Ich habe dann auch erst, dass das nix werden kann, aber ich täuschte mich.

Der Kriminalroman ist ncht übermäßig spannend, aber ich fand ihn trotzdem klasse.  Brunetti ist ein klasse Typ, der alles gibt um den Fall um das Opfer (meiner Meinung nach ein absolutes Ekelpaket) zu lüften. Er befragt das gesamte Umfeld und es macht unheimlich viel Spaß mit Brunetti zu rätseln und ich wusste bis zum Ende nicht, wie das ganze wirklich abgelaufen ist.

Was mir auch unheimlich gut gefallen hat ist, dass man auch immer wieder etwas über die Familie Brunetti und ihr Umfeld erfährt. Ich finde das macht den Commissario noch sympathischer. Weniger gefallen hat mir, dass ich mich nicht so richtig in das venezianische Flair einfühlen konnte. Irgendwie hätte dieser Krimi überall stattfinden können.

Bewertung:

sternsternsternstern

Kategorien:Krimi/Thriller Schlagwörter: , , ,