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Charlotte Lyne: Das Haus Gottes

August 28, 2009 2 Kommentare

Das Buch fand den Weg zu mir…

Vor einiger Zeit gab es im Büchertreff-Forum eine Leserunde mit Begeleitung der Autorin. Ich habe dort zu Beginn etwas mitgelesen und es mir dann bei einem meiner Thalia Besuche gegönnt.

Klappentext:

Ein Schiff für den König, ein Geheimnis im Haus Gottes und die Macht einer verbotenen Liebe.

Portsmouth 1336. Die tatkräftige Dorothy heiratet den gutaussehenden Symond, Sohn des berühmten Schiffsbauers Aimery Fletcher. Doch schon bald zerbricht ihr Traum vom Glück: Symond entpuppt sich als Taugenichts und Frauenheld. Dorothy muss zusehen, wie sie sich und ihre Kinder über die Runden bringt. Da geschieht eine unfassbare Katastrophe: Die Franzosen legen Portsmouth in Schutt und Asche; es ist der Beginn des Hundertjährigen Krieges. In ihrer Verzweiflung wendet sich Dorothy dem Schwiegervater zu. Aber kann ein Mann ihr helfen, von dem es heißt, er habe seine untreue Ehefrau ermordet?

Meine Meinung:

Im mittelalterlichen Portsmouth wurde eine Frau von ihrem eigenen Ehemann getötet. Aimery Fletcher heisst dieser Mann und wird seit diesem Tag geächtet als Mörder und auch als die Ausgeburt Satans. Er zieht sich zurück und straft sich durch Einsamkeit selbst für seine Taten bis zu dem Tag an dem seine Schwiegertochter in sein Leben tritt, die durch ihre zupackende Art und Weise zeigt, wie anders das Leben sein kann und das es sich lohnt mit anderen Menschen gemeinsam etwas zu tun.

„Das Haus Gottes“ ist der erste Historische Roman den ich von Charlotte Lyne lese und ich bin bis zu einem gewissen Maße sehr angetan von ihr. Man merkt, dass sie sehr gut für dieses Buch recherchiert hat und sie schafft es sehr gut, dass man sich sofort in die damalige Zeit zurückversetzt fühlt. Die Sprache der Figuren finde ich außerordentlich gut getroffen, stellenweise sogar besser als in anderen Historischen Romanen.

In diesem Buch gibt es keinen richtigen Helden. Im Gegenteil. Alle Figuren haben gute und schlechte Seiten an sich, die sich nach und nach entwickeln. Dies möchte ich hier am Beispiel von Aimery festmachen: Aimery scheint zu Beginn der Bösewicht zu sein. Er hat seine Frau ermordet und wirkt  eigenbrödlerisch und nicht sonderlich sympathisch. Im Laufe des Buches zeigt sich aber, was hinter der Fassade steckt. Er ist keineswegs ein böser Mensch, sondern jemand der viel Leid erfahren hat und alle Schuld dieser Welt auf seinen Schultern trägt. Aimery hat mich in diesem Buch  beeindruckt, genauso wie Dorothy. Dorothy packt einfach mit an und stellt ihre wirklichen Bedürfnisse immer hinten an. Doch auch sie ist keineswegs eine Frau die nur Gutes tut, sondern sie macht Fehler und steht aber auch dazu, was sie für mich zu einer starken und bewundernswerten Frau macht.

Der Roman lebt von seinen Figuren und seinen lebendigen Beschreibungen. Der Schiffsbau selbst erschien mir persönlich nicht als Haupthandlung sondern als Bindeglied zwischen dem schnöden Baus eines Schiffes und der Seele von Aimery und seiner Familie. An historischen Fakten wie dem Hunderjährigen Krieg und dem Ausbruch der Pest in England fehlt es ebenfalls nicht und wird von Charlotte Lyne wirklich sehr schön und lebendig in die Geschichte eingeflochten. Gerade was den Krieg angeht schafft sie es einem ein Gefühl für diese Zeit und das Leben der Soldaten zu geben, ohne dass sie seitenweise Schlachten beschrebt, was mich leider in vielen Historischen Romanen langweilt.

Zum Schluss werde ich nun begründen wieso ich dem Buch trotzdem, dass ich es hervorragend finde keine volle Punktzahl gebe. So gut es beschrieben ist, so lebendig die Figuren, so ergreifend die Handlung, leider konnte mich das Buch nicht richtig packen. Um einem Buch die volle Punktzahl zu geben muss es mich einfach so sehr fesseln, dass ich es kaum noch aus der Hand legen möchte, was hier einfach nicht gelungen ist. Ich  kann das Buch aber trotzdem jedem Freund von Historischen Romane die in England spielen uneingeschränkt empfehlen.

Bewertung:

sternsternsternstern

Anmerkung: Dieses Buch habe ich im Rahmen von Kari’s SUB-Losverfahren gelesen. Gezogen wurde es von der lieben Bella, bei der ich mich nochmal für ihr gutes Händchen bedanken möchte.

Diana Gabaldon: Der Ruf der Trommel

Januar 15, 2009 1 Kommentar

ruf-der-trommel

Das Buch fand den Weg zu mir…

…durch meine Highland – Saga – Sucht. Nachdem ich nach mehreren Empfehlungen damit begonnen hatte, durfte natürlich auch dieses Buch nicht ungelesen bleiben.

Klappentext

Nach einer langen, abenteuerlichen Reise landen Claire Randall und James Fraser in den amerikanischen Kolonien des achzehnten Jahrhunderts. Doch der Atem der Vergangenheit reicht weit. Denn auch ihre Tochter Brianna ist dem Ruf der Trommel gefolgt – nicht nur auf der Suche nach der Vergangenheit und nach dem Vater, den sie nie gesehen hat, sondern auch aus Angst vor einer Zukunft, die nur sie allein kennt…

Der vierte Roman aus Diana Gabaldons großer Highland-Saga – lustvoll, üppig und absolut süchtig machend!

Meine Meinung

Nach den guten ersten drei Bänden hatte ich sehr hohe Erwartungen, was diesen Band angeht und wurde leider mehr oder weniger enttäuscht. 1 1/2 Monate habe ich mich durch dieses Buch förmlich gequält, da es nie in Fahrt kam. Die Figur der Brianna wurde mit jeder Seite immer langweiliger und nach der Geburt ihres Kindes wirkte sie einfach nur noch fade. Es blie nichts mehr übrig von dieser starken Frau, die uns vorher geschildert wurde. Die Suche nach Roger wäre sicher spannender gewesen, hätte man nicht gewusst das Jamie und Ian ihn getroffen hatten, denn so war gleich klar, dass alles gut werden würde. Alles in allem war jede Szene vorhersehbar. Es gab keine Überraschungen.Trotz alledem kann ich auch nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Es ist eine Fortsetzung einer großartigen Reihe und die Handlung wird passend weitergeführt, so dass ich diesen Roman bei meiner Bewertung nüchtern betrachte.

Beim Lesen des letzten Satze des Klappentextes komme ich doch ein wenig ins Grübeln. Von „lustvoll“ kann man wenig spüren, es sei denn man hält die Kurzbeschreibungen der Sexszenen für eine Ausgeburt an Erotik. Üppig? Der Roman hat mehr als 1100 Seiten, also kann ich das was die Quantität angeht unterschreiben. Und süchtig gemacht hat es mich sicher nicht. Dieser Effekt der ersten Bände ist leider verflogen und es wird sicher seine Zeit dauern, bis ich die Reihe weiterlese.

Bewertung

sternsternstern

Kategorien:History

Highlands Overkill

Ich glaube ich habe einen gewaltigen Highlands Overkill. Jamie – Claire, Brianna – Roger, Brianna – Claire, Jamie – Brianna, Roger – ???. Ich lese gerne historische Romane und ich liebe Buchreihen mit richtigen Wälzern, aber ich glaube bei diesem Exemplar hier habe ich gehörige Startschwierigkeiten. Mich erwarten noch über 1000 Seiten der Irrungen und Wirrungen und nachdem ich seit Wochen immer wieder ein Buch aus dieser Saga lese, kann ich es bald nicht mehr sehen…Wenn da nicht bald mal etwas passiert, dann…