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Christoph Marzi: Lilith

Das Buch fand den Weg zu mir…

…ich hatte mir die Reihe ja gleich vollständig gekauft, so dass Lilith wie auch Lycidas lange auf meinem SuB lag.

Klappentext:

Es geschehen seltsame Dinge in London. Vier Jahre nach den Ereignissen, die das Waisenmädchen Emily Laing die Uralte Metropole haben entdecken lassen, bewahrheiten sich die Worte des Lichtlords: Alles wird irgendwann wieder leben. Im Dunklen regen sich mysteriöse Gestalten, Menschen verschwinden vom Angesicht der Erde und seltsame Träume suchen Emilys Freundin Aurora heim. Und so steigen die beiden Waisenmädchen in Begeleitung des mürrischen Alchemisten Wittgenstein und des Elfen Maurice Mickelwhite erneut in die geheimnisvolle Welt unterhalb Londons hinab. Eine Welt, bevölkert von Wiedergängern, ägyptischen Gottheiten, gefallenen Engeln, goldenen Vögeln und sprechenden Ratten. Und eine Welt in großer Gefahr. Wer ist die geheimnisvolle Frau, deren Erscheinen immer mit großer Not und grauenhaften Verbrechen verbunden ist? Welche Rolle spielt der Junge, in dessen Augen sich Emily verloren hat? Die Spur führt sie über Paris hinab in einen düsteren Abgrund, wo inmitten des Wüstensands die Asche einer Frau gefunden werden muss, die man einst Lilith nannte.

Meine Meinung:

Lilith, der zweite Band um die Uralte Metropole, beginnt vier Jahre nach den Ereignissen aus Lycidas. Aurora Fitzrovia und Maurice Mickelwhite sind verschwunden und Emily Laing versucht sie mithilfe ihres Mentors Wittgenstein zu finden. Auf ihrer Suche lernt man die Uralte Metropole der Schwesternstadt Paris kennen, die sich doch in einigen Dingen von der in London unterscheidet.

In diesem Buch geht es um die Geschichte von Mylydy Lilith, die Gefährtin von Master Lycidas und der Legende nach die erste Frau auf Erden. Ihre Geschichte ist eng verwebt mit der Geschichte rund um Wiedergänger oder Vampyre. Diese sind nach London gekommen und irgendwie scheint ihr Auftauchen im Zusammenhang mit Manderly Manor und somit zu unseren Freunden zu stehen.

Christoph Marzi wirft in Lilith sehr viel mehr Fragen auf, als in Lycidas. Einiges wird geklärt, anderes taucht neu auf und ich muss jetzt auch gleich weiter lesen und den dritten Teil beginnen. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass die Geschichte sich auch sehr um Aurora Fitzrovia rankt und man endlich mehr über sie erfährt, was mich teilweise in großes Erstaunen versetzt und traurig gemacht hat.  Außerdem merkt man, dass die Mädchen älter geworden sind und nun neben der Freundschaft auch die Liebe eine Rolle spielt. Herr Marzi schafft hier einen Hauch von Romantik, die nie kitschig oder übertrieben wirkt.

Zusätzlich zu der Erzählung von Wittgenstein hat der Autor noch ein neues Element eingebunden. Eliza Holland, eine neue Freundin von Emily, hat Aufzeichnungen zu ihrem Leben gemacht, die hier immer zum Ende der einzelnen Buchabschnitte gelesen werden können. Ich fand diese Abschnitte nicht schlecht, aber es hätte nicht unbedingt sein müssen. Ich war oft versucht einfach vorzublättern, um zu sehen wie es mit den anderen weitergeht, aber dann hätte ich wesentliche Elemente der Handlung nicht verstehen können.

Ich habe Lilith als kurzweiliger, aber auch als anders empfunden. Lycidas hat mich mehr überrascht, aber der Nachfolger steht dem als Gesamtbild betrachtet in nichts nach. Auch hier wurden wieder einige Elemente aus dem Mythos oder wie in diesem Fall der ägyptischen Geschichte gebraucht und mit den Uralten Metropolen in Zusammenhang gebracht.  Auch hier steht wieder im Raum, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse sich stark vermischen und man nicht allem und jedem bedingungslos vertrauen kann. Unsere alten Bekannten aus Lycidas Mr Fox und Mr Wolf sind dafür ein gutes Beispiel, da sie eigentlich eher unangenehme Zeitgenossen sind, die sich aber doch immer wieder als hilfreich erweisen.

Bewertung:

sternsternsternsternstern

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Kategorien:Fantasy
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