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Simon Beckett: Obsession

Das Buch fand den Weg zu mir…

…bei einem meiner Besuche bei Thalia im Nordwestzentrum. Da mein Freund die anderen Beckett Bücher gelesen hatte und begeistert war, hatte ich mir sehr viel von diesem Buch versprochen. Ich habe es nun im Zusammenhang mit einer Mini-Leserunde im Büchertreff gelesen.

Klappentext:

Als seine Frau unvermutet stirbt, ist Ben am Boden zerstört. Allein Jacob, Sarahs autistischer Sohn, spendet ihm Trost. Doch während Ben die gemeinsame Wohnung aufräumt, macht er eine ungeheuerliche Entdeckung: Jacob war gar nicht Sarahs leibliches Kind. Offenbar hatte sie den Jungen entführt, als der noch ein Baby war. Fassungslos informiert Ben die Behörden, die Jacobs leiblichen Vater schnell ermittlen. Keiner ahnt, dass damit eine Lawine tödlicher Obsessionen ins Rollen gebracht wird.

Meine Meinung:

Ich habe es endlich geschafft. Ich bin durch und gleich vorweg: Auch wenn es so schön vorne drauf steht, dieses Buch ist definitiv kein Thriller. Für mich hat der Begriff Thriller etwas mit Spannung zu tun. Spannung, die einen das Buch nur schwer zur Seite legen lässt und man immer wissen will wie es denn nun weiter geht. Wer also eine spannende Story vermutet, sollte sich lieber das Geld sparen.

Die Idee finde ich an sich nicht schlecht, nur leider war sie nach ca. 5 Kapiteln schon ausgereizt. Man wusste wer der Vater von Jacob ist (den übrigens nicht wie im Klappentext die Behörden ausfindig gemacht haben, sondern ein Detektiv) und dann wirds langweilig. Es kommt ein ellenlanger Mittelteil, der einen letztendlich einfach nur noch nervt und auch wenn die Story am Ende noch mal etwas an Fahrt gewinnt, so richtig spannend wird es nicht. Die Figuren werden auch sehr oberflächich gezeichnet und ich konnte mich leider überhaupt nicht mit Ben anfreunden, geschweige denn mich irgendwie in ihn hineinversetzen. Auch alle Nebenfiguren hatten irgendwie weder Hand noch Fuß. Da wurden Dinge eingeschoben, die mit der Handlung überhaupt nichts zu tun haben und manchmal hatte ich das Gefühl Herr Beckett will nur die Seiten vollbekommen.

Im Übrigen habe ich den Sinn und Zweck dieses Buches nicht verstanden. Man weiß nicht welches Pferd Jacobs leiblichen Vater Cole geritten hat und wieso Jacob jetzt unbedingt autistisch sein musste. Einzig ein Satz am Ende des Buches schien mir irgendwie damit zusammenzuhängen. Ich denke nicht, dass dies ein Spoiler ist, da man es nicht begreift, wenn man das Buch nicht gelesen hat, somit denke ich, dass ich es gut zitieren kann:

„Du siehst alles als ein System. Ich versuche, eins zu erkennen, und du versuchst, aus einem rauszukommen.“

S. 406

Da ich von vielen gehört habe, dass die David Hunter Reihe besser sein soll, werde ich mich wohl nochmal an ein Buch von Simon Beckett heranwagen, da dies nun eines seiner ersten Werke war und ich ihn deshalb nicht verurteilen möchte.

Bewertung:

sternsternsterna

(Den halben Stern gibts nur, weil ich Black Dagger noch schlimmer fand und Beckett nicht auf eine Stufe damit stellen wollte.)
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Kategorien:Krimi/Thriller
  1. Juli 24, 2009 um 2:15 pm

    Ja, die David Hunter Bücher sind weitaus besser. Man merkt halt dass dazwischen mehr als 5 Jahre sind. Ich fand das Buch auch sehr langgezogen, es ist alles halt sehr detailliert beschrieben, vielleicht auch zu detailliert.

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