Berte Bratt: Marions glücklicher Entschluss

November 14, 2009 zimtsterni Kommentieren

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Das Buch fand den Weg zu mir…

Eines der Bücher, die ich von meiner mama übernommen habe. Erschienen ist es im Jahr 1966 im Franz Schneider Verlag. Gelesen habe ich es im Rahmen von Karis SuB-Losverfahren.

Klappentext:

Die Welt in der die 19 jährige Britta lebt, strahlt eine wunderbare Heiterkeit aus. Ein kluger und verständnisvoller Vater; die mütterliche Freundin Tante Edda; die geliebte Kusine Ellen; der Sommergast Bernadette mit der bezaubernden kleinen Lillepus – alle haben ihren Anteil daran. Ein Zufall führt die 17jährige Marion ins Haus. Wie es gelingt, das trotzige und einsame Mädchen, das in schlechter Gesellschaft und auf einen gefährlich abgründigen Weg geraten war, in dies fröhliche und ausgeglichene Leben hereinzuholen, das erzählt Berte Bratt mit einer Spannung, die bis zum letzten Augenblick die Leserin nicht losläßt, und mit viel Wärme und Klugheit, die zu Herzen gehen.

Meine Meinung:

In Norddeutschland auf dem Seehundrücken lebt Britte gemeinsam mit ihrem Vater und ihren Katzen. Sie hat sich im letzten Jahr verlobt und plant eine baldige Hochzeit, als ihr Vater, ein Kunstmaler, einen Auftrag im Saarland annimmt und ihr untersagt für dieses Jahr Sommergäste aufzunehmen. Doch er hat die Rechnung ohne seine Tochter gemacht, die dem Ansinnen einer jungen Frau mit ihrer kleinen Tochter nur zu gern nachkommt. So kommt es, dass nicht nur Tante Edda zu Besuch kommt, sondern auch die junge Mutter Bernadette mit ihrer kleinen Tochter und die Kusine Ellen aus Dänemark. Der Vater sieht es nach seiner Rückankunft gelassen und sie erleben eine fröhliche Zeit, bis Marion auftaucht, die ihr Leben auf den Kopf stellt und der geholfen werden muss.

Bei Berte Bratts Roman handelt es sich um eine Erzählung aus den 60er Jahren. Es ist ein klassisches Mädchenbuch, das zu dieser Zeit sicher in keinem Regal fehlen durfte. Demnach kann man das Buch nicht aus dem Blickwinkel der heutigen Zeit betrachten. Britta ist verständig und ordentlich, liebt es den Haushalt zu führen und steht auf der Schwelle ins Erwachsenenalter. Sie macht keine großen Dummheiten und schafft es ihrem Vater in jeder Hinsicht unter die Arme zu greifen.

Das Mädchen Marion hingegen ist ein Antityp und das genaue Gegenteil von Britta. Sie ist ein einsames Mädchen, aufgewachsen ohne viel Liebe bei Onkel und Tante und durch unglückliche Umstände in schlechte Gesellschaft gelangt. Bei Brittas Familie wird sie mit Zuneigung förmlich erdrückt und lernt langsam aber sicher, dass das Leben nicht nur schlechte Seiten hat und es schön ist, wenn man jemanden hat, der sich um einen kümmert.

Auf knapp 160 Seiten schafft es Berte Bratt die Geschichte wirklich interessant zu erzählen, aber man sollte keinen Tiefgang erwarten. Marions Probleme lösen sich recht schnell in Luft auf, ohne dass man sonderlich viel getan hat. Auf der anderen Seite finde ich den Gedanken, dass man mit ein wenig Zuneigung so viel erreichen kann sehr schön. Das Buch ist eine schöne kurzweilige Unterhaltung, man muss nicht viel nachdenken und bekommt einen kurzen Einblick in die damalige Zeit.

Bewertung:

sternsternsternsterna

[ Ich lese gerade ] Jonathan Stroud: Bartimäus 02. Das Auge des Golem

November 9, 2009 zimtsterni 15 Kommentare

Klappentext:

Der ehrgeizige Nathanael strebt eine Karriere als Zauberer im britischen Weltreich an. Doch die Widerstandsbewegung der „Gewöhnlichen“ macht der Regierung zu schaffen. Da versetzt auch noch ein Golem London in Angst und Schrecken. Als Nathanael mit den Ermittlungen beauftragt wird, entsinnt er sich seines alten Vertrauten Bartimäus – und auch das Mädchen Kitty, mit dem er schon einmal einen unliebsamen Zusammenstoß hatte, taucht wieder auf…

1. Satz:

Bei Sonnenuntergang entzündeten die Feinde eines nach dem anderen ihre Lagerfeuer und es waren so viele wie noch in keiner Nacht zuvor.

Leute, ich habe absolut keine Lust auf dieses Buch. Da es Teil meiner Reihen-Challenge ist, muss ich es aber bis Ende des Jahres gelesen habe. Kann mich mal bitte jemand motivieren????

Kategorien:Ich lese gerade...

Neuzugänge #8

November 8, 2009 zimtsterni 1 Kommentar

Vor ein paar Tagen gab es die erste Staffel Gossip Girl für den sensationellen Preis von knapp 12€. Da ich die Serie echt gut finde und leider nicht immer gucken konnte, habe ich schon lange darauf gewartet, dass endlich der Preis reduziert wird. Und wie wir alle wissen ist der Mindestbestellwert bei Amazon 20€, es sei denn es ist ein Buch dabei, also habe ich mir Shiver von Maggie Stiefvater bestellt. Das Buch wollte ich sowieso schon ewig haben und nun hat sich doch tatsächlich eine passende Gelegenheit ergeben.

Klappentext:

When a local boy is killed by wolves, Grace’s small town becomes a place of fear and suspicion. But Grace can’t help being fascinated by the pack, andby one yellow-eyed wolf in particular. There’s something about him – something alomost human.

Then she meets a yellow-eyed boy whose familiarity takes her breath away.

Am liebsten würde ich gleich anfangen zu lesen, aber ERST muss ich mal wieder etwas für die Reihen-Challenge tun. Es wird Zeit für Bartimäus…

Kategorien:Challenge, Neu im Regal, SUB

Volker Klüpfel/Michael Kobr: Erntedank. Kluftingers zweiter Fall

November 8, 2009 zimtsterni 1 Kommentar

Das Buch fand den Weg zu mir…

Ein Geschenkgutschein für buch.de und schon war Erntedank mein.

Klappentext:

Der Allgäuer Kriminalkommissar Kluftinger traut seinen Augen nicht: Auf der Brust eines ermordeten Mannes liegt, sorgfältig drapiert, eine tote Krähe. Im Lauf der Ermittlungen taucht der Kommissar immer tiefer in die mystische Vergangenheit des Allgäus ein, und es beginnt ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel…Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle und deckt Abgründe auf.

Meine Meinung:

Als das Ehepaar Kluftinger von einer Shoppingtour zurück kehrt erwartet sie ein Wasserrohrbruch im Bad. Alles steht unter Wasser und Erika quartiert sie gleich bei ihren Freunden den Langhammers ein. Kluftinger gefällt dies natürlich weniger gut, wo er doch eine Aversion gegen den besserwisserischen Doktor hat, doch ein ungewöhnlicher Mordfall lenkt seine Aufmerksamkeit auf sich. Ein Mann wurde tot aufgefunden, die Kehle durchgeschnitten und mit einer toten Krähe auf der Brust. Kluftinger ermittelt doch plötzlich findet sich eine weitere Leiche, die auf ähnliche Art ermordet wurde. Die Kommissare suchen die Zusammenhänge und tauchen plötzlich ein in die Sagenwelt des Allgäus…

Auch mit „Erntedank“ legt uns das Autorenduo Klüpfel/Kobr wieder einen großartigen Kriminalroman vor. Die Geschichte ist spannend und gut durchdacht. Gerade die Idee des Mörders Hinweise auf örtliche Sagen zu geben hat mich fasziniert. Sagen und Mythen haben mich schon immer fasziniert und passen wunderbar in die Kulisse des Allgäus und geben der Handlung einen düsteren und leicht gruseligen Unterton.

Besonders gut gefallen hat mir. Dass die Autoren in diesem Band eine Kapitelunterteilung vorgenommen haben. Bei „Milchgeld“ habe ich immer lange nach einer guten Stelle zum Aufhören gesucht. Hier wurde es mir leichter gemacht, denn in gewissen Abständen wurde immer ein kleiner Schnitt gemacht und eine Strophe des Gedichts „Erntelied“ von Clemens Brentano eingefügt. Komplett findet man es dann noch einmal am Ende des Buches.

Auch gelacht habe ich wieder viel. Ich freue mich immer diebisch wenn der Doktor auf den Plan tritt. Der Spieleabend mit Trivial Pursuit oder der Besuch im Erlebnisbad haben mich sehr erheitert und ich musste oft laut lachen, was ich selten bei einem Buch habe. Ich wünsche mir, dass Langhammers immer einen kleinen Platz in den Büchern finden, denn diese Episoden sind immer eine gelungene Abwechslung.

Letztendlich ist „Erntedank“ wieder ein sehr spannender Krimi mit Schmunzelpotential und einem so liebenswerten Kommissar, dass man einfach noch mehr lesen möchte. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den nächsten Teil.

Bewertung:

sternsternsternsternstern

Kategorien:Krimi/Thriller

[ Statistik ] Oktober 2009

November 6, 2009 zimtsterni Kommentieren

Besser spät als nie…

Gelesen wurden:

  1. Christoph Marzi – Heaven. Die Stadt der Feen *****
  2. Kai Meyer – Das Steinerne Licht. Merle-Zyklus 02 ***
  3. Kai Meyer – Das Gläserne Wort. Merle-Zyklus 03 ****
  4. Volker Klüpfl/Michael Kobr – Milchgeld *****
  5. Kai Meyer – Arkadien erwacht *****
  6. Lewis Carroll – Alice’s Adventures in Wonderland ***,5
  7. Isabel Abedi – Lucian *****
  8. Ulrike Schweikert – Pyras ****
  9. Ann Pearlman – Der Christmas Cookie Club ****

= 3315 Seiten

Durchschnittliche Bewertung: 4,28*

Seiten pro Tag: 107

Gekauft wurden:

  1. Kai Meyer – Arkadien erwacht
  2. Isabel Abedi – Lucian

Gewonnen:

  1. Ann Pearlman – Der Christmas Cookie Club

Geschenkt:

  1. Volker  Klüpfl/Michael Kobr – Erntedank

Rezensionsexemplare:

  1. J.R:R: Tolkien – Der Hobbit
  2. William Goldman – Die Brautprinzessin
  3. Tad Williams/Deborah Bale – Die Drachen der Tinkerfarm

Veränderung auf dem SuB: +7/-9

SuB-Stand am Monatsende: 121

Kategorien:Statistik

Ann Pearlman: Der Christmas Cookie Club

November 4, 2009 zimtsterni 1 Kommentar

Das Buch fand den Weg zu mir…

Gewinn bei Vorablesen.

Klappentext:

Alle Jahre wieder treffen sich die zwölf Freundinnen in Marnies festlich geschmücktem Wohnzimmer zum Christmas Cookie Club. Sie erzählen und plaudern, lachen und weinen, streiten und versöhnen sich. Kein Thema wird ausgespart: Hat Tracy die große Liebe gefunden? Kann ein Rapper ein guter Vater sein? Wie bleibt Sex immer aufregend? Und wie backt man die köstlichen Cookies fürs Weihnachtsfest? An diesem ganz besonderen Abend sind die Frauen einander so nah wie nie – Freundinnen fürs Leben, was immer auch geschieht.

Meine Meinung:

Der Christmas Cookie Club beschreibt eine Runde von Frauen, die sich jedes Jahr in der Weihnachtszeit treffen und selbst gebackene Kekse austauschen. Der Club unterliegt gewissen Regeln, wie zum Beispiel das Backen von 13 Dutzend Keksen. Ein Dutzend für jede der Frauen und eines für ein örtliches Hospiz. Es wird gegessen, getrunken, getanzt, gelacht und es werden Geschichten erzählt. Geschichten, die die Frauen an diesem Abend einander noch näher bringen.
Im Mittelpunkt steht Marnie, die erste Cookie Hexe. Sie hat den Club ins Leben gerufen und bei ihr findet das Treffen jedes Jahr statt. Sie ist eine Frau in den Fünfzigern, hat zwei schwangere Erwachsene Töchter und hadert mit ihrer frischen Beziehung. Die Geschichten der einzelnen Frauen werden immer mit den Erinnerungen von Marnie verflochten und somit kommt der Leser jeder Einzelnen näher und fühlt mit ihr mit. Trotz allem erscheint der Roman nicht allzu melancholisch, sondern ich habe die Geschichten eher als ermutigend empfunden, denn jede schafft es ihr Päckchen irgendwie zu tragen.
Besonders positiv aufgefallen ist mir, dass jedes einzelne Cookie Rezept am Kapitelanfang vorgestellt wird und am Kapitelende eine besondere Zutat genauer erläutert wird. So erfährt man zum Beispiel, woher die Mandel ursprünglich kommt und wie sie ihren Weg in die Backstuben der Amerikaner gefunden hat und sowie wie sie bei uns heute verwendet wird.
Ich hatte mit dem Buch ein paar sehr schöne Stunden, die mich richtig in Weihnachtstimmung versetzt haben. Erwähnenswert ist auch noch, dass es den Club auch wirklich gibt, auch wenn die Geschichten natürlich nicht nur auf wahren Begebenheiten basieren.

Bewertung:

sternsternsternstern

Kategorien:Weiberkram

Frankfurter Buchmesse 2009

Oktober 27, 2009 zimtsterni 13 Kommentare

Am letzten Samstag, den 17.10.2009 habe ich zusammen mit meinem Freund die Frankfurter Buchmesse besucht. Es war mein erstes Mal und ich wusste nicht was mich erwartet. Ich hatte mir drei Lesungen ausgesucht und so sind wir gegen 10 Uhr in der Halle 3.0 aufgeschlagen.

Es war brechend voll. Ich hatte zwar einen großen Andrang erwartet, aber das hat mich doch geplättet. Wir haben dann versucht uns zu orientieren und sind dann gleich zum Kinder – und Jugendbuchforum zur Lesung von Isabel Abedi. Leider waren wir etwas spät dran, so dass wir uns ziemlich weit hinten hinstellen mussten. Doch es hat sich gelohnt!!!!!

DSC_4056Ganz klein kann man sie sehen ;)

An Frau Abedis Seite war ihr Mann, der ihre Lesung mit schönen Gitarrenklängen untermalt hat. Vor allem hat mich aber ihre Lesestimme vom Hocker gehauen. Ich fand es wirklich wunderschön und hatte an einigen Stellen sogar Gänsehaut. Sie hat einige Stellen aus ihrem aktuellen Roman „Lucian“ gelesen und ich hatte immer im Kopf: DAS muss ich lesen!!! Nach der letzten Zeile haben die Zuschauer eine Slideshow mit Fotos von Schauplätzen aus dem Roman gesehen. Ebenfalls begleitet von ihrem Ehemann. Danach war noch Zeit für einige Fragen und sie erklärte, wieso die Cover ihrer Jugendbücher sehr ähnlich aussehen. Diese Art des Covers nennt man Autorenmarke. So erkennt man im Buchhandel gleich: Ach ein neues Buch von Isabel Abedi.

Mein Freund liest zwar auch gern, aber er wollte sich nach der Lesung lieber bei den Sachbüchern umschauen, während ich zu Herrn Marzi wollte. Ich habe mich also gleich am Arenastand postiert und gewartet bis die liebe Melli mir telefonisch mitteilte, dass der Autor aus Krankheitsgründen nicht kommen kann. Ich habe mich dann also wieder mit meinem Freund getroffen und wir sind noch ein wenig herumgeschlendert. Die Vielfalt hat mich vollkommen erschlagen und ich denke, dass es vielen bei ihrem ersten Besuch so geht. Ich habe mir hier und da eine Leseprobe eingepackt und alles einfach auf mich wirken lassen.

DSC_4057 Letztendlich landeten wir bei den Comics und Mangas. Es waren sehr viele „verkleidete“ Menschen dort anzutreffen. Ich muss sagen, dass einige wirklich sehr komisch aussahen. Aber viele hatten sich richtig Mühe gegeben und sahen wirklich klasse aus!!! Ich bewundere die Kreativität dieser Menschen und ich frage mich, ob ich nicht auch mal einen Manga lesen sollte?!

Hier seht ihr übrigens eine meiner Lieblingsnintendofiguren: Link!!! Auf dem Heimweg ist und ein Paar begegnet, dass als Zelda und Link verkleidet war. Ich fand das richtig toll!!!!

Zwischendurch sind wir dann mal nach draußen gegangen, um etwas frische Luft zu bekommen. Ich bin kein Fan großer Menschenansammlungen und um die Mittagszeit wurde es mir irgendwann einfach zu viel. Ich brauchte einfach eine Pause und musste auch einmal etwas essen. Ich bin sehr froh, dass wir Essen dabei hatten, denn die Preise waren wirklich horrend. 3 oder 4 Euro für eine Bratwurst finde ich ganz schön happig!!!!!

DSC_4058Ich wollte ja unbedingt zur Lesung von Kai Meyer und ich wollte einen Sitzplatz.  Somit haben wir uns recht zeitig auf den Weg zurück ins Kinder- und Jugendbuchforum gemacht. Dort begann gerade die Lesung von Sabine Bohlmann, die im übrigen die Stimme von Lisa Simpson ist. Doch was viel wichter ist: die Frau hat mal bei „Marienhof“ mitgespielt und zwar zu den Zeiten, in denen ich Marienhof geguck habe. Und sie zu sehen fand ich toller, als die Sybille Weischenberg ;)

Sabine Bohlmann hat in ihren Kinderbüchern eine Figur namens Wummelie geschaffen und ich fand das Buch sehr schön. Ich denke ich würde es meinen Kindern auf jeden Fall zu lesen geben.

DSC_4061 Dann war es endlich soweit. Kai Meyer kam auf die Bühne und ich hatte das Gefühl als wäre ich auf einem Rockkonzert. Es waren auf einmal so viele Menschen da. Unglaublich, dass ein Autor mit einer Lesung einen solchen Auflauf auslöst.

Gelesen wurde natürlich aus „Arkadien erwacht“. Fleissige Blogleser wissen, dass ich vollkommen verliebt in dieses Buch bin. Er hat tatächlich die erste Begegnung von Rosa und Alessandro gelesen und dann noch die Stelle, als die beiden von der Insel fliehen.

Danach hat auch er sich viel Zeit für Fragen genommen und als ich war fragen wollte, war leider die Zeit vorbei. Er hat und erzählt wie er auf die Idee zu dem Roman kam, an was er gerade arbeitet (Fortsetzung *g*) und das die Reihe nicht als Trilogie festgelegt ist, sondern auch mehr Bände beinhalten kann. Den Run auf das Signieren habe ich mir gespart, aber für mich beschlossen, dass ich noch eine Lesung von ihm besuchen werde!!!

Danach haben mein Freund und ich dann noch die ausländischen Verlage besucht. Die Hallen waren angenehm leer und es war schon interessant, was es dort zu sehen gab. Die Halle mit den britischen Verlägen haben wir aber ausgespart, weil ich keine Lust auf eine erneute Taschenkontrolle hatte. Schließlich haben wir das Messegelände verlassen und sind noch in den Hugendubel eingefallen.

Fazit: Die Buchmesse hate mir sehr viel Spaß gemacht, allerdings würde ich sie nur noch mit anderen Bücherverrückten besuchen. Mein Freund hat sich leider oft gelangweilt, da er keine Fantasy und schon gar keine Kinder – und Jugendbücher liest. Ich werde auf jeden Fall nochmal hingehen, denn nun weiß ich, was mich erwartet und man kann den Besuch besser planen. Vielleicht sollte man dann ein Bloggertreffen veranstalten?! Nächster Termin: Buchmesse Leipzig. Wer geht mit ;-)

Ulrike Schweikert: Pyras. Die Erben der Nacht 03.

Oktober 25, 2009 zimtsterni Kommentieren

Das Buch fand den Weg zu mir…

In diesem Jahr habe ich bereits Nosferas und Lycana, die ersten beiden Bände der Jugendfantasy-Reihe von Ulrike Schweikert gelesen. Sie haben mir sehr gut gefallen und so kam ich nicht umhin mir den dritten Teil vorzubestellen.

Klappentext:

Europa, 1879: Die Macht der letzten Vampir-Clans ist am Schwinden. Um das Überleben der Vampire zu sichern, beschließen die Altehrwürdigen, ihre Nachkommen fortan gemeinsam zu unterrichten. Bei den Pyras, den Herrschern über das unterirdische Paris und seine Ratten, geht die Ausbildung ins dritte Jahr. Doch im Labyrinth unter der Metropole lauert ein alter Feind – und er ist gefährlicher den je. Der Vampirjäger ist zurück, mit einer Waffe, die für die Geschöpfe der Nacht den Untergang bedeuten könnte…

Meine Meinung:

Alisa und Tammo de Vamalia sind aufgeregt. Dieses Jahr soll die Ausbildung der Erben der Nacht endlich bei ihnen in Hamburg stattfinden. Sie freuen sich sehr darauf ihren Freunden Hamburg mit seinem Hafenviertel, dem Jungfernstieg und dem Michel zeigen zu können. Die anderen Erben zeigen sich recht unbeeindruckt dessen, was sie von den Vamalia lernen können. Das Wissen über die Menschheit scheint ihnen weniger nützlich, als eine neue Kraft, die sie und ihr Dasein besser schützt.  Doch es soll alles anders kommen. Die Hamburger planen den Bau der Speicherstadt und deswegen muss das Haus des Clans weichen. Die Altehrwürdigen beschließen die jungen Vampire nach Paris zuschicken, so wie es eigentlich geplant zu sein schien. Dort erwartet Sie das dunkle, unteriridische Tunnelsystem mit seinen Ratten, raue Umgangsformen, das Phantom der Oper und der Vampirjäger, der ihnen schon aus Rom bekannt ist.

Endlich ein neuer Teil der Erben der Nacht Reihe von Ulrike Schweikert. Nach den Erlebnissen in Irland finden wir uns nun in Paris wieder. Ulrike Schweikert entführt uns in die Rohre, Abwasserkanäle und Katakomben der Stadt. Die Stadt lebt in Angst und Schrecken vor dem sagenumwobenen Phantom der Oper, der sein Domizil ebenfalls in der Unterwelt hat. Mich persönlich hat die Darstellung der Unterwelt nicht überzeugt. Ich habe mich nicht gefühlt, als wäre um mich herum alles dunkel und feucht, sondern ich die Geschichte war für mich immer genauso wie als spielte sie an der Oberfläche.

Ich muss zugeben, dass ich im Mittelteil des Buches nicht mehr richtig drin war. Die Geschichte hat mich einfach nicht mehr gepackt. Der Anfang in Hamburg war spitze, aber in der Unterwelt von Paris passierte zuerst irgendwie nichts. Man lernte das Phantom kennen, von dem ich persönlich schon vor dem Buch ein großer Fan war, aber sonst?! Erst nach etwa zwei Dritteln des Buches kam wieder Spannung rein. Die Vampire befällt eine merkwürdige Krankheit und man drängt förmlich darauf zu wissen, was ihnen schadet. Dies hat die Lektüre für mich eindeutig gerettet.

Wieder zu loben ist Ulrike Schweikerts Kunst wahre Begebenheiten und Personen mit ihrer Vampirgeschichte zu verbinden. Man hat als Leser nicht das Gefühl einen fantastischen Roman zu lesen, sondern eher einen Historischen. Sie beschreibt das Paris in dieser Zeit wirklich treffend und bildhaft, wenn man mal von der Unterwelt absieht. Besonders gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit Bram Stocker und Oscar Wilde. Beides Autoren die ich unbedingt noch Lesen möchte und die einfach ebenso in die Reihe um die Erben der Nacht gehören wie die jungen Vampire selbst.

Letztendlich bin ich von Pyras nicht enttäuscht, aber auch nicht angetan. Ähnlich wie Lycana kommt es für mich persönlich nicht an die Spannung aus Nosferas heran. Trotz allem bin ich jetzt wieder gespannt welcher Clan uns im vierten Teil erwartet und wie einige offene Fragen geklärt werden.

Bewertung:

sternsternsternstern

Neuzugänge #7

Oktober 21, 2009 zimtsterni 3 Kommentare

Heute kam mein Paket von Vorablesen an.  Ich durfte mich letzte Woche über den Gewinn von Der Christmas Cookie Club von Ann Pearlman freuen.  Das Buch passt sicher wunderbar in die kalte Jahreszeit und ich werde hoffentlich schöne Lesestunden mit Tee und Lebkuchen haben.

Auf der Rückseite steht, dass ich in diesem Buch auch noch ein Rezeptheft von Dr. Oetker finden werde. Da ich es erstmal eingepackt lasse, weiß ich nicht ob dem wirklich so ist.

Übrigens habe ich gestern in Lucian reingelesen…Das erste Kapitel hat mir schonmal sehr gut gefallen und ich vermute, dass ich gleich weiterlesen werde…

Kategorien:Neu im Regal, Weiberkram

Lewis Carroll: Alice’s Adventures in Wonderland

Oktober 18, 2009 zimtsterni Kommentieren

Das Buch fand den Weg zu mir…

Eines meiner „3 for 2“ Penguin Popular Classics Exemplare aus meinem Londonurlaub im letzten Jahr. Ich habe früher immer gern die Zeichentrickserie geschaut und wollte einfach gern einmal das Buch lesen.

Klappentext:

One say, young Alice follows a waistcoat-wearing white rabbit down a rabbit hole and finds herself in Wonderland, a realm of the twisted and surreal where logic is absurd and absurdity quite logica. But will Wonderland and ist strange denizens put up with no-nonsense Alice?

Meine Meinung:

Alice, ein kleines Mädchen, sitzt im Garten ihres Elternhauses und schläft ein. In ihren Träumen sieht sie plötzlich ein weißes Kaninchen mit einer Uhr, folgt ihm und fällt schließlich in einen Kaninchenbau. Sie schwebt lange Zeit hinab, bevor sie in einem Flur mit vielen Türen landet. Am Ende findet sie einen Tisch vor, auf dem ein kleiner goldener Schlüssel liegt. Die passende Tür gleicht einem Mauseloch, doch wundersamer weise findet sich ein Fläschchen Milch auf dem „Trink mich“ steht. Alice trinkt, sie schrumpft und findet sich in einer Welt wieder in der es sprechende Tiere, wundersame Pilze, verrückte Teeparties und eine Krocket liebende Herzkönigin gibt.

Ich muss zugeben, dass ich Alice im Wunderland bislang nur als Zeichentrickserie kannte. Beim Lesen hatte ich immer die Titelmelodie im Kopf und Alices kleines Kaninchen Benny Bunny, welches im Buch von Lewis Carroll nicht vorkommt. Somit kannte ich natürlich einige Geschichten, allerdings habe ich somit auch einiges vermisst, das in der Serie hinzugedichtet wurde.

Alice ist ein Mädchen, das immer alles besser weiß. Sie erscheint mir naseweis und verwöhnt, sodass sie mir sehr schnell auf die Nerven ging. Sie ist jedoch auch mutig und nimmt kein Blatt vor den Mund, was ihr einige Stolpersteine in den Weg legt, die sich schnell wieder beseitigen lassen.

Die Figur der Alice zeigt viele „schlechte“ Charakterzüge auf. Sie denkt nicht nach, bevor sie spricht, sie unterbricht andere im Gespräch, trinkt unbekannte Flüssigkeiten und vieles andere. In diesem Märchen zeigt der Autor, was passiert, wenn man sich dieser Regeln widersetzt und wohin es führen kann.

Der Leser wird selbstverständlich viele der bekannten Personen wiederfinden. Besonders gefallen haben mir der verrückte Hutmacher und die Herzkönigin. Gerade bei Letzterer musste ich oft schmunzeln.  Auch andere Figuren wie die Herzogin, das weiße Kaninchen, die Raupe mit dem magischen Pilz fehlen natürlich nicht. Wie schon in Rezensionen anderer Blogger angesprochen fehlten auch mir Tweedledee und Tweedledum. Die mochte ich als Kind besonders gern.

In meiner Ausgabe findet man im Buch viele Illustrationen, die mir beim Lesen oft sehr geholfen haben. Einige Figuren waren mir vollkommen unbekannt und anhand der Bilder konnte ich mir diese besser vorstellen. Die Sprache an sich ist mir recht leicht gefallen, doch an einigen Stellen hatte ich einige Probleme und musste auch ab und an etwas nachschlagen, da ich es aus dem Kontext heraus leider nicht verstehen konnte.

Als Fazit bleibt mir nur zusagen, dass mir das Buch weder schlecht noch gut gefallen hat. Ich kannte schon viele Dinge und bin durch die Serie doch stark vorbelastet, so dass ich so vieles vermisst habe. Trotz allem ist Alice’s Adventures in Wonderland eine schöne und kurzweilige Geschichte und zudem mein erster englischer Klassiker, den ich freiwillig gelesen habe.

Bewertung:

sternsternsternsterna